Hongkong: Tor zu China mit hoher Lebensqualität

優質生活香港─通往中國的大門

Hongkong: Tor zu China mit hoher Lebensqualität

Als Teil Chinas, aber mit eigenen Institutionen, einer langen Handelstradition und einem wirtschaftsfreundlichen Umfeld, dient Hongkong als Schlüssel für deutsche Unternehmen, um den riesigen chinesischen Markt zu erschließen, sagte Ivan K B Lee, Direktor des Wirtschafts- und Handelsbüros Hongkong, Berlin (HKETO Berlin)* in der Handelskammer Hamburg am 24. April.

Auf Einladung der Hamburger China-Gesellschaft und mit freundlicher Unterstützung der Handelskammer und des Ostasiatischen Vereins informierte Herr Lee mehr als 40 Gäste aus der Hamburger Geschäftswelt über die Vorteile, die Hongkong deutschen Unternehmen bei der Bearbeitung des umfangreichen chinesischen Marktes bieten kann: „Hongkong ist eine pulsierende Metropole im Herzen des Perlflussdeltas und nicht nur das Tor zu China, sondern ein kultureller Schmelztiegel mit hoher Lebensqualität.“ 

Ivan K B Lee, Direktor des HKETO Berlin, bei seinem Vortrag
in der Handelskammer Hamburg
 

Mitglieder der Hamburger Business Community beim Hong Kong Seminar 
in der Handelskammer Hamburg

Daher gilt es nicht als Überraschung, dass Hongkong bei der Gewinnung ausländischer Direktinvestitionen äußerst erfolgreich ist. Herr Lee gab bekannt, dass Hongkongs Verhältnis des Bestands an Direktinvestitionen zum Bruttoinlandsprodukt von 269 Prozent im Jahr 2000 auf 458 Prozent im Jahr 2011 gewachsen ist und 19 Prozent aller Berufstätigen von Unternehmen beschäftigt werden, die mehrheitlich ausländischen Investoren gehören. Während der letzten beiden Dekaden hat sich die Anzahl ausländischer Unternehmen mit regionalem Hauptsitz oder Büro in Hongkong auf etwa 3.900 vervierfacht, der Spitzenwert in Asien.

Neben dem stabilen geschäftsfreundlichen Umfeld erwähnte Herr Lee Rechtsstaatlichkeit und unabhängige Gerichte als herausragende Vorzüge Hongkongs. Die Stadt habe sich zu Asiens Zentrum für juristische Dienstleistungen und Streitbeilegungsverfahren entwickelt: „Allein 2011 hat das Hong Kong International Arbitration Centre über 500 Schiedssprüche abgewickelt, die Mehrheit davon internationale Verfahren“, erklärte Herr Lee.

 

Herr Lee wies zudem auf die Bemühungen der Hongkonger Regierung hin, die Umweltbedingungen weiter zu verbessern. 40 Prozent Hongkongs bestehen aus Naturparks. Am 28. März hat das Umweltministerium den Clean Air Plan veröffentlicht, um die Herausforderungen Hongkongs im Bereich Luftqualität zu benennen sowie relevante Verordnungen, Maßnahmen und Pläne darzulegen. „Die Regierung verfolgt eine breit angelegte Strategie, um eine bessere Luftqualität und ein gesünderes Lebensumfeld für die Bevölkerung zu schaffen. Der Fokus liegt auf der Reduzierung von Emissionen im Straßen- und Schiffsverkehr sowie von Kraftwerken“, fügte Herr Lee hinzu. „All diese Maßnahmen werden dabei helfen, unsere Ziele zur Verbesserung der Luftqualität bis 2020 zu erreichen und bieten zudem Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Hongkong im Bereich der Umwelttechnologie.“

(*) Das HKETO Berlin ist die offizielle Vertretung der Regierung von Hongkong in Wirtschafts- und Handelsfragen in Deutschland sowie Österreich, der Schweiz, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.

 

Beim „get together“ nach der Veranstaltung